Montag, 11. Juni 2012

Stadtrundgang


Heute morgen fand meine Tour durch Quito statt...
Und da das Beschreiben zu langatmig wäre, bekommt ihr hiermit einfach nur das "best of" an Bildern :)

Süden (Altstadt)
In der Bildmitte der Hügel "el Panecillo"













Osten















Norden















Westen















La Basilika (Altstadt)





















Präsidentenresidenz und eine der hundert Kirchen
(Altstadt)

Kirche... (Altstadt)





















La Panecillo (Süden) - so genannt, weil der Hügel aussieht wie ein Brot und das eben auf Spanisch "Pan" heißt


Und ich - Sicht von el Panecillo Richtung Norden:


Hasta Pronto
Kiri

Samstag, 9. Juni 2012

Erste Tage in Quito

Ich konnte auf dem Weg von Madrid nach Guayaqil tatsächlich etwas schlafen, erwischte den Anschlussflug nach Quito und wurde dort von meinem Projektpartner abgeholt, der mich zu meinem Hotel brachte. Darüber war ich froh. Überall lungerten zwielichte Gestalten herum die mich für meinen Geschmack etwas ZU interessiert durch die Autoscheiben musterten - die ganze Stadt strahlte irgendwie etwas Bedrohliches aus. Das lag nicht nur daran, dass es Nacht war, sondern auch an all den Geschichten von Raubüberfällen und Gewalt die ich über Quito gehört habe. Es wird in der Regel empfohlen nie allein unterwegs zu sein, lieber in der Nähe der Unterkunft zu bleiben, niemandem zu vertrauen und stehts die Augen offen zu halten. Viele stufen mich für etwas zu sorglos und vertrauensselig ein, aber ich versichere euch, dass ich hier gut aufpassen und mich an alle Ratschläge halten werde. Ich sehe zwar gerne das Gute in allem aber inzwischen bin ich auch etwas vorsichtiger geworden

Im Hotel bezog ich gegen ein Uhr nachts endlich mein Zimmer. Zwei Tage und fast zwei Nächte war ich unterwegs gewesen und konnte sehr gut schlafen. Am nächsten Morgen wachte ich von alleine gegen halb acht auf und fühlte mich frisch und munter. Keine Spur von Jetlag. Durch die Vorhänge erhaschte ich einen Blick auf den Hof um den herum die Zimmer verteilt sind. Er lag dunkel und kühl da, aber als mein Blick nach oben wanderte, da blickte mir ein tiefblauer Himmel entgegen und die Sonne beschien bereits die Dächer.
Erst jetzt erkannte ich wie hübsch die ganze Anlage war. Und auf einem ersten kurzen Spaziergang (nur um den Block) stellte ich fest, dass die Anden fast zum Greifen nah waren und sich majestätisch über mich erhoben. Sie ragten steil in die Höhe, waren jedoch an der Spitze abgerundet und über und über mit weichem grünen Gras bedeckt, das wunderschön von der Sonne angeschienen wurde.

Außer mir gibt es noch vier andere Gäste. Eine Frau und drei Männer aus Amerika, die mir beim Frühstück ein paar gute Ratschläge gaben und mich netterweise zur Bank begleiteten und in der Nähe blieben, während ich etwas Geld abhob. Ihr seht - ich bin WIRKLICH vorsichtig. :) Kein Grund zur Sorge.
In meinem Badezimmer hausen übrigens zwei kleine Kakerlaken - nicht größer als unsere Kellerasseln. Sie wohnen in der Dusche ziehen sich aber vornehm in ihr Loch zurück, wenn ich sie benutze.  Ich werde ihnen Namen geben.
Morgen Abend werde ich allerdings schon abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht, bei der ich während des Spanischkurses wohne. Falls sich zuvor noch etwas Schreibenswertes ereignet, melde ich mich nochmal.

P.S.: Ich hoffe ihr würdigt diese Einträge - während ich sie schrieb war draußen herrlichster Sonnenschein aber ich habe mich zusammengerissen und mich trotzdem dahintergeklemmt... und jetzt wo ich fertig bin, regnet es!

Ergänzung:
An meinem ersten Tag bin ich glücklicherweise doch noch mal rausgekommen. Keath, Marilyn, Bob und Ricky, die Amerikaner, haben mich zum Abendessen in einen Pizza Hut eingeladen. Sie sind übrigens als Missionare im Jungel im Süden Ecuadors tätig und auch wenn ich nicht so viel von der Verbreitung des christlichen Glaubens halte, so klangen die Projekte für die sie tätig sind ganz vernünftig. Sie gründen auf Hilfe zur Selbsthilfe wie zum Beispiel die selbstständige Trinkwasseraufbereitung oder Landwirtschaft. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist dort nämlich mehr als kärglich und die dort ansässigen Einwohner leben von nur drei verschiedenen Früchten, darunter Bananen und Papaya. (Das dritte war irgendeine komische Beere, glaub ich).
Nach dem Abendessen trafen wir beim Bummeln durch eine Mall zufällig unseren Hotelbesitzer, der gerade mit seiner Familie aus dem Kino kam und uns "Madagaskar 3" sehr ans Herz legte. Leider mussten Marilyn und Bob am nächsten Tag früh raus, weil sie mit den in Quito erworbenen Lebensmitteln zur Station zurückfuhren. Keath und Ricky würden noch einige Tage bleiben um die 17 Voluntäre in Empfang nehmen, die dort für eine Woche arbeiten würden.
Während wir auf den Beginn der Vorstellung warteten, half mir die beiden, ein ecuadortaugliches Mobiltelefon zu erwerben. Für 45 Dollar bin ich nun stolze Besitzerin eines solchen und wer die Nummer möchte, kann mich einfach ansprechen. Ich habe es vor allem erworben, um hier meine Projekte besser regeln zu können oder meine Gastfamilien anzurufen, wenn irgendwas sein sollte.
Der Film war übringens wirklich sehr witzig - kann ich auch nur weiterempfehlen. :)

Am Sonntagvormittag wurde ich bereits abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht - Martha, ihr Mann und zwei Kinder. Sie sind alle sehr nett. Außer mir wohnen hier noch ein Mann aus Schottland, ein Junge aus London sowie einer aus Amerika und ein Mädchen aus Kalifornien, mit der ich mir das Zimmer teile. Alle sind sehr lieb, wenn auch um einiges jünger als ich - bis auf den aus Schottland, der ist schon über 40.
Als ich mein Zimmer gezeigt bekam, traute ich meinen Augen nicht: Da waren sie wieder - die Anden - direkt vor meinem Fenster und noch näher als beim Hotel. Sie nehmen die gesamte Fensterfront ein und jetzt, da es Nacht ist, schmiegen sich hunderte von kleinen Lichtern in die Täler. Es ist atemberaubend. Ich bin so ein Glückspilz!!! Morgen mache ich euch ein Foto!.

Nur wenige Minuten nachdem ich meine Gastmutter kennen gelernt hatte, fragten mich die Jungs, ob ich nicht Lust hätte sie zum Fussballspiel "Ecuador - Kolumbien" zu begleiten. Sie würden versuchen noch Tickets fürs Stadion zu bekommen. Da ich bisher noch nicht viel von der Stadt gesehen hatte, stimmte ich sofort zu und weg waren wir.

Leider gab es keine regulären Karten mehr, nur noch einige sehr teure Logenplätze für über 60 Dollar, deshalb fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum, um ein Restaurant oder Cafe zu suchen, in dem wir das Spiel im Fernsehen gucken könnten. Es war ein schöner sonniger Tag und zu viert machte es wirklich viel Spaß herumzulaufen. Man fühlt sich auf diese Weise tatsächlich um einiges sicherer und kann einfach den Flair der Stadt genießen - besonders an diesem Tag. Überall aufgeregte Fussballfans, Indianer in Ponchos die Fähnchen, T-Shirts oder Sonnenbrillen feilboten und dann natürlich all die wunderschönen farbenfrohen Gebäude, die sich gegen den azurblauen Himmel abhoben.

Wir fanden ein nettes Restaurant mir mindestens 10 Fernsehern in unterschiedlichen Winkeln und während wir auf den Beginn des Spiels warteten, bestellten wir Cola und ein paar Platten mit unterschiedlichem Fingerfood und Sossen. Sehr lecker. :) Glücklicherweise gewann Ecuador. Das stimmt sie freundlich, hoffe ich.
Uns gegenüber saß eine Familie mit einem kleinen Jungen, von höchstens vier Jahren, der jedesmal in Tränen ausbrach, wenn die Mannschaft den Ball verlor oder das Tor verfehlte. Als sie dann tatsächlich das eine Mal trafen bekam er es zunächst gar nicht mit, tanzte dann aber durch den ganzen Raum. Das war sooo süß!

Mein erster Abend bei der Gastfamilie war sehr schön - wir bekamen eine leckere Suppe und redeten und redeten. Zum Glück bin ich nicht die einzige mit verbesserungsfähigem Spanisch - aber ich muss mich trotzdem anstrengen, weil ich leider nur sporadisch Dinge verstehe. Mir fehlen noch so viele Vokabeln...
Morgen habe ich meinen ersten Spanischkurs und werde danach eine Stadtführung mitmachen, um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was wo ist.

Hasta pronto,
eure Kiri

Die feine englische Art...

Kaum eine Woche ist vergangen und schon hinke ich den Ereignissen hinterher.
Meine Zeit in England war so schnell vorbei, dass ich selbst ganz erstaunt war. Dies und die Tatsache, dass Farmarbeit nunmal müde macht sind schuld daran, dass ich hier bisher noch nicht einmal ein Foto gepostet habe...

Ich hatte Glück und habe eine sehr liebe Familie erwischt. Sie haben sogar mehrere Farmen, die bewirtschaftet werden müssen und daher habe ich die ganze Familie nur einmal zusammen beim Abendessen gesehen.
Ansonsten waren ich und zwei andere Helfer (ein Junge aus China und ein Mädchen aus Frankreich) in Kinnachan untergebracht, wo auch meine Gastmutter Eileen lebt. Der Vater Bill arbeitete vor allem in Brooks aber ihn habe ich hin und wieder gesehen.
Als ich am 1. Juni in London ankam, hatte wegen einem Unfall auf der Autobahn leider der Reisebus Verspätung und ich kam statt gegen 17:00 Uhr erst um 18:30 Uhr in Leicester an, von wo aus ich eigentlich den Bus nach Uppingham nehmen wollte. Leider fuhr der letzte um halb sieben und ich muss ihn ganz knapp verpasst haben, weshalb Bill mich dort abholte. Wir fuhren zunächst zu seiner Farm nach Brooks. "...because you haven't your tea yet, right?" waren Bills Worte als Begründung, ganz als ob es sich hierbei um ein menschliches Grundbedürfins handele, dessen Befriedigung Pflicht sei. :) Mir war das sehr sympathisch. Hier musste ich mir um meinen morgendlichen Schwarztee mit Milch wohl keine Sorgen machen.

Am selben Tag kam auch Han an. Ein Student aus China. Zusammen brachte uns Bill am späteren Abend nach Kinnachan. Wir erhielten unsere Zimmer und die ersten kurzen Instruktionen. Mein Zimmer war ziemlich geräumig. Ein großes Doppelbett und ein Einzelbett, das ich belegte, nahmen allerdings recht viel von dem Platz ein. Ich hatte sogar ein eigenes Waschbecken. Leider funktionierte der Boiler nicht und so gab es im ganzen Haus bis auf eine der Duschen kein warmes Wasser. Nichtmal in der Küche zum Abwaschen. Unsere Tage begannen gemütlich. Gegen acht stand Eileen meistens auf und ich leistete ihr dann in der Küche beim Frühstück Gesellschaft. Han schlief länger, aber die richtige Arbeit ging sowieso erst gegen halb zehn los. Die ersten beiden Tage verbrachten wir draußen und befreiten das Gewächshaus, den Ploytunnel und die Bereiche dazwischen von Unkraut (in der Regel Disteln und Brennesseln - ziemlich aggressive Sorten, die uns sogar durch Hosen und Handschuhe stochen).
Dann fing es an zu regnen und hörte die nächsten Tage nicht mehr auf. Daher wurde unsere Arbeit ins Haus verlegt, das einige Aufräumarbeiten vertragen konnte. Eileens Bungalow hatte in dem Jahrhundertwinter sehr gelitten - eine Rohrleitung war geplatzt und sie mussten das ganze Haus renovieren. Die Möbel und andere Einrichtungsgegenstände fanden in Kinnachan Platz, daher war alles etwas eng. Aber auch wenn dies nicht wirklich etwas mit Farmarbeit zu tun hatte, machte es Spaß. Vor allem, als am dritten Tag auch noch Carla aus Frankreich zu uns stieß.

Das Essen vertrug mein Magen weniger. Es war sehr reichhaltig und ich war keine drei großen Mahlzeiten am Tag gewohnt. Eileen konnte gut kochen, besonders der Yorkshire Pudding und ihre Restesuppe hat mir sehr gut geschmeckt! Ansonsten aßen wir selbst geernteten Blumenkohl, Lauch und Kohl. Natürlich mit viel Käse verfeinert. Frischen Kuchen gab es fast jeden Abend
Ich hoffe ich werde das dort zugelegte Gewicht in Ecuador wieder los. :)

Die Familie hatte unglaublich viele Tiere. Etwa 600 Schafe (zur Zeit lammten sie, aber anders als erhofft erhielt ich leider nie die Chance sie zu füttern. Dafür war ich wohl einfach zu kurz dort ^^), 4 Border Collies, 3 Jack Russels, ein paar Katzen, einige Hühner und Gänse, eine alte Kuh die dort ihr Gnadenbrot bekam, die Haustier-Schweine Jaqueline und Josephine und ein halbes Dutzend Truthaneier, die künstlich ausgebrütet wurden. Vermutlich gab es noch weitere Haustiere, von denen ich nichts wusste, weil sie auf den anderen Farmen lebten, aber auch so war ich schon sehr glücklich.



Tja, und ehe ich mich versah waren die 5 1/2 Tage auch schon vorbei... So ist das eben, wenn man eine gute Zeit hat.
Am 7. Juni brachte mich Eileen auf dem Weg zu ihrem Bungalow, in dem sie zu tun hatte nach Leicester zurück. Und dort traf ich endlich die Person, wegen der ich überhaupt nach England gekommen war. Joane hatte ich damals in Taiwan kennen gelernt - eine Freundin von Mai, mit der ich in Hokkaido gearbeitet hatte. Für ein Jahr war sie gekommen um in England zu studieren und hat es währenddessen sogar mal nach Deutschland geschafft, aber ein Treffen hat leider nicht geklappt.
Ich finde es immer wieder schön, wenn ich es schaffe Bekannte wieder zu sehen, die ich irgendwo einmal getroffen habe. Das macht die Welt irgendwie kleiner...

Gegen sechs fuhr mich mein Reisebus zurück nach London, wo ich am Flughafen nächtigte. Schlafen war nicht drin. Zum einen, weil ich mir die Müdigkeit für den Flug nach Südamerika aufheben wollte und zum anderen, weil die Stühle in der Halle zu unbequem waren. Natürlich besitze ich Schlafsack und Luftmatratze, aber die hatte ich an ein junges Mädchen aus Albanien verliehen, die fertig mit der Welt war, weil sie wegen dem mir schon bekannten Stau um London herum ihren Flug verpasst hatte und nun bis um acht Uhr morgens warten musste. Aber nachdem sie einige Stunden schlafen konnte und ich ihr etwas Geld fürs Internet gegeben hatte, lachte sie sogar wieder. Ein schönes Erlebnis, wenn man mal in eine Situation kommt, in der man jemandem helfen kann und nicht nur derjenige ist, der Gutes empfängt.
Mein Flug nach Madrid rückte allerdings näher und wir mussten uns bald verabschieden. Zum Glück gab es keine Verspätungen oder Ausfälle.

Hier mache ich Schluss - mit Ecuador geht es im nächsten Blog weiter. :)

Hasta pronto
Kiri

Dienstag, 29. Mai 2012

Timetable

OK, auf vielfachen Wunsch hier nochmal mein bisheriger (!) Zeitplan:

01. Juni: Uppingham/England (wwoofing)
08. Juni: Quito/Ecuador (Spanischkurs)
25. Juni: San Cristóbal/Galápagos (Volunteering Wiederaufforstung)
21. Juli: Amazonas/Ecuador (Volunteering Tierauffangstation)
07. August: Santiago/Chile (Volunteering Chinchilla-Nationalpark)
01. September: Neuseeland (erstmal arbeiten)

hasta pronto :)
Kiri



Samstag, 26. Mai 2012

never forget say goodbye...

Nachdem ich mich letzte Woche bereits von meinen Kollegen verabschieden musste, waren gestern meine Freunde an der Reihe. Location war natürlich unsere kleine Sternwarte. :)

Ich habe von Janina einen wunderschönen Neuseeland-Kuchen mit Galapagos-Schildkröten bekommen - sowas habe ich mir schon immer mal gewünscht! Absolut zu schade zum Essen, aber zum Aufbewahren war er leider etwas zu groß (und zu schwer ^^).
Und dann habe ich auch noch von allen zusammen einen Tauchkurs-Zuschuss bekommen - Leute, wisst ihr eigentlich wie schwer ihr es mir alle macht good old Germany zu verlassen?

Doch der Countdown läuft: Gestern war es noch eine Woche bis zu meiner Abreise - ab heute wird nur noch in Tagen gezählt...

Ich danke euch alle für das wunderschöne Jahr in Deutschland.

Und ich werde euch alle so sehr vermissen!

mata ne
Kiri

Donnerstag, 5. April 2012

Elektronisches Visum

Kia Ora!

Heute habe ich mein elektronisches working holiday Visum für Neuseeland bekommen.

Ich habe es erst letztes Wochenende beatragt und konnte kaum glauben, wie einfach es war - und sogar noch schneller ging als bei dem für Japan.
Kein Sammeln zahlloser Dokumente
Kein Schreiben von Motivationsbriefen oder Reiseplänen
Keine Anfahrt zur Botschaft (wäre in Berlin gewesen)
Keine dummen biometrischen Fotos... (gemacht habe ich sie trotzdem, weil ich dachte man braucht sie - und natürlich wurden sie schauderhaft xD)

Ist das Internet nicht fantastisch?

Stattdessen klickte ich mich lediglich durch vier kurze virtuelle Formularseiten, auf denen ich nach dem Eintragen meiner persönlichen Daten nur mit Häkchen bestätigen musste, dass ich:
- jaaa, genug Geld angespart habe,
- nein, nicht an Tuberkulose oder anderen scheußlichen Krankheiten leide,
- um Gottes Willen, kein Schwerverbrecher bin und
- selbstverständlich, das erste mal ein WH-Visa beatrage (für NZ).

Das dauerte keine 10 Minuten und schon konnte ich den Knopf mit "beantragen" drücken.
Die Dokumente und Fotos musste ich nicht einmal in Form einer Datei mitsenden...

Der einzige Nachteil:
Kein in den Reisepass geschweißtes Angeber-Visum, sondern bloß ein selbst ausgedrucktes 0815-Kopierpapier mit nur Text und ohne Verzierungen... -_-

Naja...

Immerhin bekomme ich ja bei der Einreise EINEN STEMPEL!

bye bye
Kiri


Donnerstag, 23. Februar 2012

schöne neue Welt

Kia Ora!

Ich hatte zwar versprochen, meinen alten Blog zu reaktivieren, aber irgendwie habe ich nun doch das Gefühl, ein neuer sei besser. Natürlich läuft das trotzdem noch unter "Mondhäschen auf Reisen" - mit einem neuen Ziel.
Daher lasse ich den alten Blog ruhen - er hat seinen Dienst getan. :)

Die neue Reise mit dem Ziel Neuseeland beginnt Anfang Juni 2012. Ich unternehme sie diesmal zugunsten bedrohter Tiere und werde in verschiedenen (vorzugsweise non-profit) Organisationen als Voluntär tätig sein, um den wackeren Tierschützern vor Ort bei ihren Projekten zu helfen und die Art und Weise zu studieren, wie man eine vom aussterben bedrohte Tierart rettet.

Mein bisheriger Plan führt mich zunächst nach Ecuador, wo ich nach einem zweiwöchigen Spanischkurs in Quito für vier Wochen auf Galapagos in der biologischen Station von San Christobal arbeiten werde. Dieses Projekt befasst sich in erster Linie mit der Wiederbeforstung der Insel, damit die einheimischen Tiere auch in Zukunft ihre gewohnte Nahrung finden. (http://www.aifs.de/workandtravel/ecuador/volunteer/projekt.php)

Mitte Juli geht es dann wieder zurück aufs Festland. Ich habe für zwei Wochen einen Platz in einer Tierauffangstation im Amazonasgebiet ergattert, wo ich helfen darf, kranke und verletzte Tiere zu pflegen. Viele davon sind zuvor dem Schwarzmarkt zum Opfer gefallen und dürfen in diesem Schutzgebiet endlich in Frieden leben. (http://www.ecuadorecovolunteer.org/volunteer-work/amazon/amazon-rescue-center/)

Anfang August laufe ich meine letzte Station in Südamerika an - Chile. Dort liegt fünf Busstunden nördlich von Santiago der Chinchilla Nationalpark.
Hier leben die letzten wilden Chinchillas und ich darf drei Wochen lang in den Gewächshäusern helfen, Pflanzen für die Wiederbeforstung zu züchten. Außerdem hat mir die Leiterin, Amy Deane angeboten das Kartieren beizubringen, da der Nationalpark ohnehin neu vermessen werden muss. (http://www.wildchinchillas.org/)

Nach dieser spannenden Zeit geht es jedoch erst richtig los. Ein Jahr lang möchte ich via working holiday durch Neuseeland reisen und auch hier bei verschiedenen Projekten des DOC (Departement of Conservation) helfen. Unter anderem (wenn es die Bedingungen zulassen) interessieren mich vor allem die folgenden:

- http://www.kakaporecovery.org.nz/volunteers/
- http://www.doc.govt.nz/getting-involved/volunteer-join-or-start-a-project/volunteer/volunteer-programme-by-region/west-coast/rowi-kiwi-project/
- http://www.savethekiwi.org.nz/how-you-can-help/general/volunteer.html
(...to be continued ...)

Natürlich werde ich zwischendurch auch für Geld arbeiten müssen, um mir die Auszeiten für diese Voluntariate leisten zu können. Aber es gibt bestimmt auch viele interessante Jobs dort.

Außerdem möchte ich endlich meinen Führerschein machen - soll dort sehr unkompliziert sein und recht billig, wenn man das Glück hat, sich bei Gastfamilie & Co. ein wenig Fahrpraxis anzueignen. Ich bin auf jeden Fall schon seeehr gespannt und freue mich auf jeden, der mich durch diesen Blog auf meiner Reise begleiten möchte.

Ka kita ano
Kiri