Donnerstag, 14. Juni 2012

schöne Aussichten...

Diese Aussicht bietet mir, wenn ich meinen Kopf aus dem Fenster strecke und nach rechts gucke:
 

Der linke Berg ist der Vulkan Cotopaxi (5.898 m). Er hält es wie der Fuji-san und bedeckt sich am Liebsten mit ein paar Wolken. Aber an diesem Tag hatte ich Glück und Mt. Cotopaxi ließ bei gutem Licht die Hüllen fallen, so dass ich euch dieses Foto machen konnte. :)

Für übernächstes Wochenende - mein letztes in Quito, bevor ich nach Galápagos fliege - habe ich dessen Besteigung  über "EcomontesTour" gebucht. Der Trip dauert zwei Tage. Am ersten fahren wir hin, steigen bis zur Schneegrenze auf, bekommen dort eine Einweisung im Gletscherwandern und gehen sehr früh zu Bett. Am nächsten Morgen stehen wir schon um 1:00 Uhr auf und klettern hoch (Dauer: ungefähr 5 Stunden). Gegen 12:00 werden wir dann wieder in Quito sein und ich habe noch genug Zeit um mich für den nächsten Tag zu erholen. Ausrüstung, Übernachtung, Transfer, Verpflegung und Guide sind im Preis von 190 Dollar enthalten - da kann man wirklich nicht meckern!

Ich freue mich schon sehr auf den Trip. Morgen habe ich keine Schule und daher als Einstimmung schonmal die Besteigung des näheren Vulkans Pichincha geplant. Man kann etwa bis zur Hälfte ganz gemütlich mit der Seilbahn hochfahren und ab dort entweder weiterkraxeln oder per Pferd die unmittelbare Gegend erkunden. Das Gute ist, dass ich so schonmal sehen kann, wie mir der Höhenunterschied bekommt und wie schwer mir das Atmen unter Anstrengung fällt... wird aber bestimmt ein toller Ausflug.

Ihr erfahrt es natürlich als Erste :)

Hasta manana
Kiri

mi escuela


Meine Schule ist ein niedliches kleines Gebäude in der Region La Mariscal - etwa 20 Minuten zu Fuß von der Gastfamilie in La Floresta entfernt.
Die erste Woche habe ich immer Nachmittags  4 Stunden Unterricht, was mir die Chance gibt die Vormittage für Wiederholungen zu nutzen, wenn weniger Leute im Haus sind, die einen ablenken. ^^ Vor allem Vokabeln muss ich dringend nachholen, weil ich während den zwei Semestern Volkshochschulkurs in Deutschland nicht genug Zeit dafür hatte.

Meine Lehrerin ist auch sehr bedacht darauf, mir soviel Grammatik wie möglich einzutrichtern. Jeden Tag nahm ich daher neben den zig neuen Wörtern ein paar Seite unregelmäßige Verben mit nach Hause, die ich mir bis zum nächsten Tag einverleiben musste.

Heute hatte ich jedoch den erwarteten Durchhänger - nach drei Stunden ging einfach nichts Neues mehr rein! Ich war richtig frustriert und enttäuscht von mir, jedoch war es schon erstaunlich genug, dass mein sonst so faules Gehirn bisher alles so bereitwillig aufgesogen hat, als wäre es ein Schwamm...
Meine Lehrerin war zum Glück verständnisvoller mit meinem armen Kopf als ich und wir spielten stattdessen Domino. (Natürlich unterrichtsbegleitend mit kleinen Bildern, die ich mit den neu gelernten Verben verbinden musste). Es war aber trotzdem eine willkommene Abwechslung. :)

Ab nächster Woche ändert sich mein Stundenplan und ich habe dann Vormittags Unterricht. Ist vielleicht auch nicht schlecht - ich bin sowieso eher ein Morgenmensch und kann mich da am besten konzentrieren - auch weil es noch nicht so warm ist. (Mal sehen ob ich mich dann am Nachmittag genug motivieren kann um weiterzulernen.)

Saludos
Kiri

Montag, 11. Juni 2012

Stadtrundgang


Heute morgen fand meine Tour durch Quito statt...
Und da das Beschreiben zu langatmig wäre, bekommt ihr hiermit einfach nur das "best of" an Bildern :)

Süden (Altstadt)
In der Bildmitte der Hügel "el Panecillo"













Osten















Norden















Westen















La Basilika (Altstadt)





















Präsidentenresidenz und eine der hundert Kirchen
(Altstadt)

Kirche... (Altstadt)





















La Panecillo (Süden) - so genannt, weil der Hügel aussieht wie ein Brot und das eben auf Spanisch "Pan" heißt


Und ich - Sicht von el Panecillo Richtung Norden:


Hasta Pronto
Kiri

Samstag, 9. Juni 2012

Erste Tage in Quito

Ich konnte auf dem Weg von Madrid nach Guayaqil tatsächlich etwas schlafen, erwischte den Anschlussflug nach Quito und wurde dort von meinem Projektpartner abgeholt, der mich zu meinem Hotel brachte. Darüber war ich froh. Überall lungerten zwielichte Gestalten herum die mich für meinen Geschmack etwas ZU interessiert durch die Autoscheiben musterten - die ganze Stadt strahlte irgendwie etwas Bedrohliches aus. Das lag nicht nur daran, dass es Nacht war, sondern auch an all den Geschichten von Raubüberfällen und Gewalt die ich über Quito gehört habe. Es wird in der Regel empfohlen nie allein unterwegs zu sein, lieber in der Nähe der Unterkunft zu bleiben, niemandem zu vertrauen und stehts die Augen offen zu halten. Viele stufen mich für etwas zu sorglos und vertrauensselig ein, aber ich versichere euch, dass ich hier gut aufpassen und mich an alle Ratschläge halten werde. Ich sehe zwar gerne das Gute in allem aber inzwischen bin ich auch etwas vorsichtiger geworden

Im Hotel bezog ich gegen ein Uhr nachts endlich mein Zimmer. Zwei Tage und fast zwei Nächte war ich unterwegs gewesen und konnte sehr gut schlafen. Am nächsten Morgen wachte ich von alleine gegen halb acht auf und fühlte mich frisch und munter. Keine Spur von Jetlag. Durch die Vorhänge erhaschte ich einen Blick auf den Hof um den herum die Zimmer verteilt sind. Er lag dunkel und kühl da, aber als mein Blick nach oben wanderte, da blickte mir ein tiefblauer Himmel entgegen und die Sonne beschien bereits die Dächer.
Erst jetzt erkannte ich wie hübsch die ganze Anlage war. Und auf einem ersten kurzen Spaziergang (nur um den Block) stellte ich fest, dass die Anden fast zum Greifen nah waren und sich majestätisch über mich erhoben. Sie ragten steil in die Höhe, waren jedoch an der Spitze abgerundet und über und über mit weichem grünen Gras bedeckt, das wunderschön von der Sonne angeschienen wurde.

Außer mir gibt es noch vier andere Gäste. Eine Frau und drei Männer aus Amerika, die mir beim Frühstück ein paar gute Ratschläge gaben und mich netterweise zur Bank begleiteten und in der Nähe blieben, während ich etwas Geld abhob. Ihr seht - ich bin WIRKLICH vorsichtig. :) Kein Grund zur Sorge.
In meinem Badezimmer hausen übrigens zwei kleine Kakerlaken - nicht größer als unsere Kellerasseln. Sie wohnen in der Dusche ziehen sich aber vornehm in ihr Loch zurück, wenn ich sie benutze.  Ich werde ihnen Namen geben.
Morgen Abend werde ich allerdings schon abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht, bei der ich während des Spanischkurses wohne. Falls sich zuvor noch etwas Schreibenswertes ereignet, melde ich mich nochmal.

P.S.: Ich hoffe ihr würdigt diese Einträge - während ich sie schrieb war draußen herrlichster Sonnenschein aber ich habe mich zusammengerissen und mich trotzdem dahintergeklemmt... und jetzt wo ich fertig bin, regnet es!

Ergänzung:
An meinem ersten Tag bin ich glücklicherweise doch noch mal rausgekommen. Keath, Marilyn, Bob und Ricky, die Amerikaner, haben mich zum Abendessen in einen Pizza Hut eingeladen. Sie sind übrigens als Missionare im Jungel im Süden Ecuadors tätig und auch wenn ich nicht so viel von der Verbreitung des christlichen Glaubens halte, so klangen die Projekte für die sie tätig sind ganz vernünftig. Sie gründen auf Hilfe zur Selbsthilfe wie zum Beispiel die selbstständige Trinkwasseraufbereitung oder Landwirtschaft. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist dort nämlich mehr als kärglich und die dort ansässigen Einwohner leben von nur drei verschiedenen Früchten, darunter Bananen und Papaya. (Das dritte war irgendeine komische Beere, glaub ich).
Nach dem Abendessen trafen wir beim Bummeln durch eine Mall zufällig unseren Hotelbesitzer, der gerade mit seiner Familie aus dem Kino kam und uns "Madagaskar 3" sehr ans Herz legte. Leider mussten Marilyn und Bob am nächsten Tag früh raus, weil sie mit den in Quito erworbenen Lebensmitteln zur Station zurückfuhren. Keath und Ricky würden noch einige Tage bleiben um die 17 Voluntäre in Empfang nehmen, die dort für eine Woche arbeiten würden.
Während wir auf den Beginn der Vorstellung warteten, half mir die beiden, ein ecuadortaugliches Mobiltelefon zu erwerben. Für 45 Dollar bin ich nun stolze Besitzerin eines solchen und wer die Nummer möchte, kann mich einfach ansprechen. Ich habe es vor allem erworben, um hier meine Projekte besser regeln zu können oder meine Gastfamilien anzurufen, wenn irgendwas sein sollte.
Der Film war übringens wirklich sehr witzig - kann ich auch nur weiterempfehlen. :)

Am Sonntagvormittag wurde ich bereits abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht - Martha, ihr Mann und zwei Kinder. Sie sind alle sehr nett. Außer mir wohnen hier noch ein Mann aus Schottland, ein Junge aus London sowie einer aus Amerika und ein Mädchen aus Kalifornien, mit der ich mir das Zimmer teile. Alle sind sehr lieb, wenn auch um einiges jünger als ich - bis auf den aus Schottland, der ist schon über 40.
Als ich mein Zimmer gezeigt bekam, traute ich meinen Augen nicht: Da waren sie wieder - die Anden - direkt vor meinem Fenster und noch näher als beim Hotel. Sie nehmen die gesamte Fensterfront ein und jetzt, da es Nacht ist, schmiegen sich hunderte von kleinen Lichtern in die Täler. Es ist atemberaubend. Ich bin so ein Glückspilz!!! Morgen mache ich euch ein Foto!.

Nur wenige Minuten nachdem ich meine Gastmutter kennen gelernt hatte, fragten mich die Jungs, ob ich nicht Lust hätte sie zum Fussballspiel "Ecuador - Kolumbien" zu begleiten. Sie würden versuchen noch Tickets fürs Stadion zu bekommen. Da ich bisher noch nicht viel von der Stadt gesehen hatte, stimmte ich sofort zu und weg waren wir.

Leider gab es keine regulären Karten mehr, nur noch einige sehr teure Logenplätze für über 60 Dollar, deshalb fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum, um ein Restaurant oder Cafe zu suchen, in dem wir das Spiel im Fernsehen gucken könnten. Es war ein schöner sonniger Tag und zu viert machte es wirklich viel Spaß herumzulaufen. Man fühlt sich auf diese Weise tatsächlich um einiges sicherer und kann einfach den Flair der Stadt genießen - besonders an diesem Tag. Überall aufgeregte Fussballfans, Indianer in Ponchos die Fähnchen, T-Shirts oder Sonnenbrillen feilboten und dann natürlich all die wunderschönen farbenfrohen Gebäude, die sich gegen den azurblauen Himmel abhoben.

Wir fanden ein nettes Restaurant mir mindestens 10 Fernsehern in unterschiedlichen Winkeln und während wir auf den Beginn des Spiels warteten, bestellten wir Cola und ein paar Platten mit unterschiedlichem Fingerfood und Sossen. Sehr lecker. :) Glücklicherweise gewann Ecuador. Das stimmt sie freundlich, hoffe ich.
Uns gegenüber saß eine Familie mit einem kleinen Jungen, von höchstens vier Jahren, der jedesmal in Tränen ausbrach, wenn die Mannschaft den Ball verlor oder das Tor verfehlte. Als sie dann tatsächlich das eine Mal trafen bekam er es zunächst gar nicht mit, tanzte dann aber durch den ganzen Raum. Das war sooo süß!

Mein erster Abend bei der Gastfamilie war sehr schön - wir bekamen eine leckere Suppe und redeten und redeten. Zum Glück bin ich nicht die einzige mit verbesserungsfähigem Spanisch - aber ich muss mich trotzdem anstrengen, weil ich leider nur sporadisch Dinge verstehe. Mir fehlen noch so viele Vokabeln...
Morgen habe ich meinen ersten Spanischkurs und werde danach eine Stadtführung mitmachen, um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was wo ist.

Hasta pronto,
eure Kiri

Die feine englische Art...

Kaum eine Woche ist vergangen und schon hinke ich den Ereignissen hinterher.
Meine Zeit in England war so schnell vorbei, dass ich selbst ganz erstaunt war. Dies und die Tatsache, dass Farmarbeit nunmal müde macht sind schuld daran, dass ich hier bisher noch nicht einmal ein Foto gepostet habe...

Ich hatte Glück und habe eine sehr liebe Familie erwischt. Sie haben sogar mehrere Farmen, die bewirtschaftet werden müssen und daher habe ich die ganze Familie nur einmal zusammen beim Abendessen gesehen.
Ansonsten waren ich und zwei andere Helfer (ein Junge aus China und ein Mädchen aus Frankreich) in Kinnachan untergebracht, wo auch meine Gastmutter Eileen lebt. Der Vater Bill arbeitete vor allem in Brooks aber ihn habe ich hin und wieder gesehen.
Als ich am 1. Juni in London ankam, hatte wegen einem Unfall auf der Autobahn leider der Reisebus Verspätung und ich kam statt gegen 17:00 Uhr erst um 18:30 Uhr in Leicester an, von wo aus ich eigentlich den Bus nach Uppingham nehmen wollte. Leider fuhr der letzte um halb sieben und ich muss ihn ganz knapp verpasst haben, weshalb Bill mich dort abholte. Wir fuhren zunächst zu seiner Farm nach Brooks. "...because you haven't your tea yet, right?" waren Bills Worte als Begründung, ganz als ob es sich hierbei um ein menschliches Grundbedürfins handele, dessen Befriedigung Pflicht sei. :) Mir war das sehr sympathisch. Hier musste ich mir um meinen morgendlichen Schwarztee mit Milch wohl keine Sorgen machen.

Am selben Tag kam auch Han an. Ein Student aus China. Zusammen brachte uns Bill am späteren Abend nach Kinnachan. Wir erhielten unsere Zimmer und die ersten kurzen Instruktionen. Mein Zimmer war ziemlich geräumig. Ein großes Doppelbett und ein Einzelbett, das ich belegte, nahmen allerdings recht viel von dem Platz ein. Ich hatte sogar ein eigenes Waschbecken. Leider funktionierte der Boiler nicht und so gab es im ganzen Haus bis auf eine der Duschen kein warmes Wasser. Nichtmal in der Küche zum Abwaschen. Unsere Tage begannen gemütlich. Gegen acht stand Eileen meistens auf und ich leistete ihr dann in der Küche beim Frühstück Gesellschaft. Han schlief länger, aber die richtige Arbeit ging sowieso erst gegen halb zehn los. Die ersten beiden Tage verbrachten wir draußen und befreiten das Gewächshaus, den Ploytunnel und die Bereiche dazwischen von Unkraut (in der Regel Disteln und Brennesseln - ziemlich aggressive Sorten, die uns sogar durch Hosen und Handschuhe stochen).
Dann fing es an zu regnen und hörte die nächsten Tage nicht mehr auf. Daher wurde unsere Arbeit ins Haus verlegt, das einige Aufräumarbeiten vertragen konnte. Eileens Bungalow hatte in dem Jahrhundertwinter sehr gelitten - eine Rohrleitung war geplatzt und sie mussten das ganze Haus renovieren. Die Möbel und andere Einrichtungsgegenstände fanden in Kinnachan Platz, daher war alles etwas eng. Aber auch wenn dies nicht wirklich etwas mit Farmarbeit zu tun hatte, machte es Spaß. Vor allem, als am dritten Tag auch noch Carla aus Frankreich zu uns stieß.

Das Essen vertrug mein Magen weniger. Es war sehr reichhaltig und ich war keine drei großen Mahlzeiten am Tag gewohnt. Eileen konnte gut kochen, besonders der Yorkshire Pudding und ihre Restesuppe hat mir sehr gut geschmeckt! Ansonsten aßen wir selbst geernteten Blumenkohl, Lauch und Kohl. Natürlich mit viel Käse verfeinert. Frischen Kuchen gab es fast jeden Abend
Ich hoffe ich werde das dort zugelegte Gewicht in Ecuador wieder los. :)

Die Familie hatte unglaublich viele Tiere. Etwa 600 Schafe (zur Zeit lammten sie, aber anders als erhofft erhielt ich leider nie die Chance sie zu füttern. Dafür war ich wohl einfach zu kurz dort ^^), 4 Border Collies, 3 Jack Russels, ein paar Katzen, einige Hühner und Gänse, eine alte Kuh die dort ihr Gnadenbrot bekam, die Haustier-Schweine Jaqueline und Josephine und ein halbes Dutzend Truthaneier, die künstlich ausgebrütet wurden. Vermutlich gab es noch weitere Haustiere, von denen ich nichts wusste, weil sie auf den anderen Farmen lebten, aber auch so war ich schon sehr glücklich.



Tja, und ehe ich mich versah waren die 5 1/2 Tage auch schon vorbei... So ist das eben, wenn man eine gute Zeit hat.
Am 7. Juni brachte mich Eileen auf dem Weg zu ihrem Bungalow, in dem sie zu tun hatte nach Leicester zurück. Und dort traf ich endlich die Person, wegen der ich überhaupt nach England gekommen war. Joane hatte ich damals in Taiwan kennen gelernt - eine Freundin von Mai, mit der ich in Hokkaido gearbeitet hatte. Für ein Jahr war sie gekommen um in England zu studieren und hat es währenddessen sogar mal nach Deutschland geschafft, aber ein Treffen hat leider nicht geklappt.
Ich finde es immer wieder schön, wenn ich es schaffe Bekannte wieder zu sehen, die ich irgendwo einmal getroffen habe. Das macht die Welt irgendwie kleiner...

Gegen sechs fuhr mich mein Reisebus zurück nach London, wo ich am Flughafen nächtigte. Schlafen war nicht drin. Zum einen, weil ich mir die Müdigkeit für den Flug nach Südamerika aufheben wollte und zum anderen, weil die Stühle in der Halle zu unbequem waren. Natürlich besitze ich Schlafsack und Luftmatratze, aber die hatte ich an ein junges Mädchen aus Albanien verliehen, die fertig mit der Welt war, weil sie wegen dem mir schon bekannten Stau um London herum ihren Flug verpasst hatte und nun bis um acht Uhr morgens warten musste. Aber nachdem sie einige Stunden schlafen konnte und ich ihr etwas Geld fürs Internet gegeben hatte, lachte sie sogar wieder. Ein schönes Erlebnis, wenn man mal in eine Situation kommt, in der man jemandem helfen kann und nicht nur derjenige ist, der Gutes empfängt.
Mein Flug nach Madrid rückte allerdings näher und wir mussten uns bald verabschieden. Zum Glück gab es keine Verspätungen oder Ausfälle.

Hier mache ich Schluss - mit Ecuador geht es im nächsten Blog weiter. :)

Hasta pronto
Kiri

Dienstag, 29. Mai 2012

Timetable

OK, auf vielfachen Wunsch hier nochmal mein bisheriger (!) Zeitplan:

01. Juni: Uppingham/England (wwoofing)
08. Juni: Quito/Ecuador (Spanischkurs)
25. Juni: San Cristóbal/Galápagos (Volunteering Wiederaufforstung)
21. Juli: Amazonas/Ecuador (Volunteering Tierauffangstation)
07. August: Santiago/Chile (Volunteering Chinchilla-Nationalpark)
01. September: Neuseeland (erstmal arbeiten)

hasta pronto :)
Kiri



Samstag, 26. Mai 2012

never forget say goodbye...

Nachdem ich mich letzte Woche bereits von meinen Kollegen verabschieden musste, waren gestern meine Freunde an der Reihe. Location war natürlich unsere kleine Sternwarte. :)

Ich habe von Janina einen wunderschönen Neuseeland-Kuchen mit Galapagos-Schildkröten bekommen - sowas habe ich mir schon immer mal gewünscht! Absolut zu schade zum Essen, aber zum Aufbewahren war er leider etwas zu groß (und zu schwer ^^).
Und dann habe ich auch noch von allen zusammen einen Tauchkurs-Zuschuss bekommen - Leute, wisst ihr eigentlich wie schwer ihr es mir alle macht good old Germany zu verlassen?

Doch der Countdown läuft: Gestern war es noch eine Woche bis zu meiner Abreise - ab heute wird nur noch in Tagen gezählt...

Ich danke euch alle für das wunderschöne Jahr in Deutschland.

Und ich werde euch alle so sehr vermissen!

mata ne
Kiri